Hanseatische Gespräche

Prominente Persönlichkeiten halten Vorträge und diskutieren beim VDSt zu Bremen. Diese Veranstaltungsreihe haben wir „Hanseatische Gespräche“ genannt. Sie wird von unseren Studenten organisiert und von den Alten Herren finanziert. Dabei steht „hanseatisch“ für die weltoffene Freiheit des Wortes und der Diskussion, die bei uns gepflegt wird.

Ob SPD-Bildungssenatorin, gefeierter Bestsellerautor, FDP-Landesvorsitzender, prominenter Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus, Uni-Rektor, CDU-Senator oder Alt-68er-Ikone: Sie alle schätzen die Möglichkeit, sich beim VDSt zu Bremen mit Studenten und Akademikern in freier Rede auszutauschen. Sehen Sie hier einige Beispiele:

Dr. Denis Pineda: „An der Ebola-Front – ein Erfahrungsbericht aus Westafrika“

Dr. Denis Pineda mit Senior Sebastian Radtke

Dr. Denis Pineda (l.) mit Senior Sebastian Radtke

Die Ebola-Epidemie 2014 in Westafrika stellt den bisher katastrophalsten Ausbruch dieses Virus‘ dar. Guinea, Sierra Leone und Liberia verzeichneten mehr als 9.000 Ebola-Todesfälle.

Die Gefahr einer Ansteckung hielt den Bremer Arzt Dr. Denis Pineda nicht davon ab, nach Westafrika zu reisen, um dort beim Kampf gegen die tödliche Ebola-Seuche zu helfen.

Im Sommersemester 2015 hat Dr. Pineda auf unserem Haus einen Film über seine Arbeit gezeigen, von seinem Einsatz berichtet und anschließend mit den Teilnehmern diskutiert. „Denis Pineda hat großen Mut bewiesen. Toll, daß ein Bremer Arzt ganz vorne dabei war, als die Afrikaner medizinische Unterstützung im Kampf gegen Ebola gebraucht haben“, dankte Sebastian Radtke, Senior im Sommersemester, dem Referenten.

Mit dem Profiler Axel Petermann auf der Spur des Bösen

Axel Petermann beim VDSt zu Bremen

Der Profiler Axel Petermann sprach beim VDSt zu Bremen über seine interessantesten Mordfälle

Der Fallanalytiker Axel Petermann hat sein ganzes Berufsleben lang versucht, Mörder zu verstehen. Denn nur so konnte er von ihnen ein Täterprofil erstellen und helfen, sie zu fassen.

Petermann leitete die Bremer Mordkommission. Er gehörte zu den ersten Ermittlern, die in Deutschland nach FBI-Methoden als Profiler gearbeitet haben. Im November 2014 sprach der 62-Jährige auf dem Hermann-Ehlers-Haus des VDSt zu Bremen über seinen Berufsalltag und seine spannendsten Fälle.

Der Kriminalist las aus seinen beiden Büchern „Auf der Spur des Bösen – ein Profiler berichtet“ und „Im Angesicht des Bösen. Ungewöhnliche Fallberichte eines Profilers“, mit denen er über Wochen in der Spiegel-Bestseller-Liste platziert war. Das überwiegend studentische Publikum verfolgte die Ausführungen gebannt und stellte viele Fragen nach den Motiven der Täter und Hintergründen der Morde. Petermann gefiel das gut: „Ich habe selten so interessante Fragen gestellt bekommen“, erklärte der Profiler zum Abschied.

Prinz Asfa-Wossen Asserate über „Deutsche Tugenden“

Über "Deutsche Tugenden" sprach Prinz Asfa Wossen-Asserate beim VDSt zu Bremen

Sein neues Buch „Deutsche Tugenden“ präsentierte Prinz Asfa Wossen-Asserate von Äthiopien beim VDSt zu Bremen.

Als „Knigge des 21. Jahrhunderts“ gilt Prinz Asfa-Wossen Asserate, seit er den Bestseller „Manieren“ veröffentlicht hat. Im Sommer 2013 kam der Prinz aus dem Hause David zum Hanseatischen Gespräch des VDSt zu Bremen, um sein neues Buch „Deutsche Tugenden“ zu präsentieren. An der gut besuchten Veranstaltung, nahmen Studenten aller Bremer Hochschulen und Verbindungen teil

.

 68er-Ikone Rainer Langhans: „Von der Kommune 1 ins Dschungelcamp“

68er-Ikone Rainer Langhans sprach beim VDSt zu Bremen

68er-Ikone Rainer Langhans beim Hanseatischen Gespräch des VDSt zu Bremen

Er ist einer der letzten Stars der 68er-Szene: Rainer Langhans, der gemeinsam mit Uschi Obermaier in der berühmten Kommune 1 lebte. Offene Beziehungen, Sex, Drogen, Polygamie und schließlich das Dschungelcamp – Rainer Langhans ließ sein Leben bei den Hanseatischen Gesprächen des VDSt zu Bremen im Dezember 2011 Revue passieren. Das Interesse der Bremer Studenten und Akademiker an Langhans war so groß, daß extra der große Saal des Hotels Deutsche Eiche in der Nachbarschaft des Verbindungshauses angemietet werden mußte. Auf Langhans‘ Vortrag folgte eine lange und interessante Diskussion. Zahlreiche Medien berichteten darüber, den Artikel im Weser Kurier lesen Sie hier >>> WK-Artikel. Weitere TV-Beiträge und Artikel finden Sie unter „In den Medien„.

FDP-Politiker: Liberale Standpunkte in der Diskussion

„Die FDP steht für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung, in die der Staat nur dann eingreifen sollte, wenn die Freiheit des Nächsten beeinträchtigt wird“, sagte der Bremer FDP-Landesvorsitzende Professor Hauke Hilz im Mai 2012 beim Hanseatischen Gespräch zum Thema „Wozu noch FDP?“. Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Professor Hilz in den Akademischen Blättern des VDSt: >>> Interview mit Hauke Hilz

Ein Jahr später, im Juni 2013, begrüßten wir den kämpferischen FDP-Fraktionsvorsitzenden von Niedersachsen, Christian Dürr, zum Hanseatischen Gespräch beim VDSt zu Bremen. Dürr stritt leidenschaftlich mit unseren Studenten über liberale Positionen. Zu der erfolgreichen Veranstaltung konnten wir auch Vertreter der Jungen Liberalen und eine Delegation der K.T.V. Visurgis begrüßen.

Uni-Rektor Professor Wilfried Müller über die Zukunft der Universität

Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen, sprach beim VDSt zu Bremen über die Entwicklung der Universität

Prof. Dr. Wilfried Müller (m.), Rektor der Universität Bremen, sprach über die Entwicklung der Universität. Alt-Herren-Vorsitzender Hans-Georg Näke (l.) und Senior Patrick Ahnert (r.) begrüßten den Uni-Chef

Der Rektor der Universität Bremen, Prof. Dr. Wilfried Müller, legte beim Hanseatischen Gespräch des VDSt zu Bremen auf dem Verbindungshaus dar, welche Probleme aus der Umstellung auf das Bacherlor-/Master-System auch nach Jahren noch auftreten. Damit verbundene Hoffnungen, wie eine stärkere Praxisorientierung und Arbeitsmarktqualifizierung, seien bislang nicht erfüllt worden. Mehr als 70 Studenten, Professoren und Absolventen der Universität waren der Einladung des VDSt gefolgt und diskutierten kontrovers mit Uni-Rektor Müller. Professor Müller blieb auch nach dem Vortrag und der anschließenden Diskussion noch auf dem Haus, um mit den Absolventen in Studienerinnerungen zu schwelgen und sich von Erstsemestern aus dem heutigen Studienalltag berichten zu lassen. Der VDSt zu Bremen tauscht sich mit dem Rektorat der Universität Bremen seit dem Offenen Brief zum Uni-Jubiläum ( >>> Offener Brief zum Jubiläum „35 Jahre Universität Bremen“ ) über Fragen der Hochschulentwicklung aus.

Christdemokraten beim VDSt zu Bremen

Bürgermeister und Wirtschaftssenator Hartmut Perschau (CDU) empfing die Mitglieder des VDSt zu Bremen im altehrwürdigen Bremer Rathaus. Nach einer kurzen Ansprache führte Perschau die Verbindungsstudenten und ihre Freunde persönlich durch das Weltkulturerbe. Dabei erklärte er, wie wichtig der persönliche ehrenamtliche Einsatz junger Studenten für das Gemeinwesen sei. Er gratulierte den VDSt-Neumitgliedern (Fuxen) zu ihrem Engagement. Beim Universitätsfestkommers „35 Jahre Universität Bremen“, der unter Leitung des VDSt zu Bremen auf dem Tritonen-Haus gefeiert wurde, sprach Innensenator Thomas Röwekamp (CDU). Röwekamp betonte die positive Entwicklung der Universität Bremen und würdigte den Einsatz der Bremer Verbindungsstudenten für ihre Alma Mater. Auch Denis Ugurcu, Landesvorsitzender der Jungen Union Bremen, unterstrich in seinen Grußworten die Unterstützung der Verbindungsstudenten bei der positiven Umgestaltung der „einstigen Roten Kaderschmiede am Stadtrand zur Vorzeige-Uni Bremen“

Staatsrätin Elisabeth Motschmann (CDU), heute Bundestagsabgeordnete, begrüßte VDSt-Neumitglieder aus ganz Deutschland im Hermann-Ehlers-Haus des VDSt zu Bremen in Horn-Lehe. Die Politikerin erklärte, daß es in Zeiten, in denen kaum noch jemand bereit sei über ein kurzes Projekt hinaus Verantwortung zu übernehmen, besonders anerkennenswert sei, wenn sich Studenten für ein lebenslanges Engagement in einer Studentenverbindung entschieden.

BIW-Politiker: Aufklärung über kriminelle Strukturen in Bremen

Der Polizist und Abgeordnete Jan Time referierte über Organisierte Kriminalität in Bremen

Der Polizist und Abgeordnete Jan Timke referierte über Organisierte Kriminalität in Bremen

„Organisierte Kriminalität im Bundesland Bremen“ – über dieses Thema sprach der Polizist und Bürgerschaftsabgeordnete Jan Timke (BIW) am Beispiel der Großfamilie Miri. Timke gilt als einer der wenigen Kenner der Materie, die sich in Bremen trauen dieses Thema öffentlich anzusprechen. Entsprechend groß war der Andrang: Die Plätze im Verbindungshaus reichten nicht aus und etliche Teilnehmer mußten den Vortrag stehend verfolgen. Unter den Teilnehmern befand sich auch ein Opfer der Organisierten Kriminalität, das sich während der Diskussion offenbarte.

Weitere Referenten der Hanseatischen Gespräche

Leider können wir hier nicht alle Referenten der Hanseatischen Gespräche ausführlich darstellen. Wir danken folgenden Rednern für ihre ebenfalls herausragenden Beiträge:

Prof. Dr. Gerd Habermann (Gründer der Hayek-Gesellschaft), Bildungssenatorin Bringfriede Kahrs (SPD), Wirtschaftssenator Josef Hattig (CDU), Personaltrainer Hans-Alexander Graf von Schwerin (Daimler AG), Prof. Dr. Jochen Zimmermann (Uni Bremen), Studiendekan Gerhard Zacharias (Uni Bremen), Publizist Felix Menzel, Unternehmer Christoph Weiss (Bego), Dr. Jens Uwe Böttcher (Uni Bremen), Oberst Ralf Kneflowski, Bestseller-Autor Dietrich Schwanitz (Der Campus), Prof. Dr. Tim Goydke (Hochschule Bremen) u.v.m.

An den Hanseatischen Gesprächen teilnehmen

Sie möchten an den nächsten Hanseatischen Gesprächen teilnehmen? Dann schreiben Sie an vorstand@ah-vdst-bremen.de, werfen Sie einen Blick in unser aktuelles Semesterprogramm oder schauen Sie auf www.facebook.com/vdstbremen vorbei.